"König Lustik" und die Schloss-Schenke

Die Geschichte der Schloß-Schenke reicht bis in das Jahr 1816 zurück.

Mit dem Aufenthalt von Napoleons Bruder, Jérôme Bonaparte und seiner Frau Katharina von Württemberg, wurde die ursprüngliche Schankstatt im äußeren Schlosshof aufgegeben und das Gebäude der heutigen Schloß-Schenke als Schankstätte für die württembergischen Hofbediensteten vor den Mauern des Schlosses errichtet.

Von September 1815 bis August 1816 bewohnte Jérôme

als "Gefangener" mit seiner Familie die Schlossräume (heute Schlossmuseum). In die Zeit seines Aufenthaltes fällt der Bau der Schloß-Schenke.

Jérômes Lebenswandel, der sich nach zeitgenössischen Berichten in Luxus und Verschwendungssucht ausgedrückt haben soll, brachte ihm mehrere Spitznamen ein, der bekannteste dürfte "König Lustik" sein.

Matthias Steuer, Schlossmuseum Ellwangen


Abb. mit freundlicher Genehmigung des Schlossmuseums Ellwangen.